Hamburg: Reichtum durch Peru-Guano – Hamburg
Ziara zenye mada
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Im 19. Jahrhundert gab es zwischen Hamburg und dem 1821 unabhängig gewordenen Peru Handelsbeziehungen, die entscheidend zu Hamburgs Wohlstand beitrugen. Der Rohstoff Guano spielte dabei eine besondere Rolle. Er ist ein organischer Dünger, der aus sonnengetrockneten Exkrementen von Seevögeln, deren Knochen und Eierschalen besteht. Millionen von Seevögeln nisten auf den kleinen, nah an der Küste liegenden Guano-Inseln. Ihre Nahrung finden sie in dem großen Fischreichtum des kalten Humboldt-Stromes. Der Begriff Guano (huanu) stammt aus der Quechua-Sprache und bedeutet „Dung“ oder „Mist“.
Es war der Forschungsreisende Alexander von Humboldt (1769 – 1859), der 1802 während seines Aufenthaltes in Peru erste Guano-Proben von den Chincha-Inseln zur Analyse nach Europa schickte. Die Untersuchung ergab, dass sie besonders viel Stickstoff enthielten, mehr als jeglicher bislang in Europa bekannte Dünger.
Die im 19. Jahrhundert beginnende Industrialisierung Europas erforderte steigende Erträge in der Landwirtschaft für die Ernährung der wachsenden Bevölkerung in den Städten. Die Inhaltsstoffe des Peru-Guano – Kalium, Stickstoff- und Phosphorsalze – entsprachen der empfohlenen Düngung der Äcker. Die ab 1840 einsetzende große Nachfrage des Peru-Guanos im globalen Handel führte zum vollständigen Abbau der Guano-Vorräte auf den drei größten Inseln, den Chincha-Inseln, innerhalb von vier Jahrzehnten.
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Special Thanks:
Mein besonderer Dank gilt der Journalistin und Afro-peruanischen Autorin Lucía Charún-Illescas. Ohne ihre Vorarbeit in jahrelangen Recherchen zum Thema, ihrer Ideengebung und Initiative wäre das Projekt „Perú-Guano-Hamburg“ nicht zustande gekommen. Sie ist die Initiatorin.
References:
Charún-Illescas, Lucía / Chávez de Lederbogen, Claudia / Lederbogen, Jan: Peru Guano Hamburg. Wie die Hamburger Schiet zu Geld machten. Cómo los hamburgueses convirtieron el excremento en dinero, 2023.
Humboldt, Alexander von: Amerikanische Reise 1799 –1804, 2009.
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This article was written as part of the project ‘Digital mapping of Hamburg's colonial history’. The project is a co-operation between the Hamburg Historical Museums Foundation, the working group HAMBURG POSTKOLONIAL and the Berlin joint project ‘Decolonial Culture of Remembrance in the City’. It is funded by the Hamburg Ministry of Culture and Media and the German Federal Cultural Foundation.Coordination and editing: Anke Schwarzer, 2024
Stationen
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Guano ya Peru leo