Postkoloniale Spuren in Bremens Überseestadt – Deutschland
Stadttouren
Lilli Hasche und Janne Jensen, Redaktion: Katrin Amelang und Silke Betscher, 2024
In den ehemaligen Hafenarealen der Überseestadt ist die koloniale Vergangenheit an unterschiedlichen Orten sichtbar und setzt sich bis heute durch Ungerechtigkeiten im globalen Warenhandel fort. Doch das Selbstverständnis Bremens als traditionelle Handelsstadt wird bislang kaum mit dem kolonialen Fundament des Reichtums in Verbindung gebracht – historische und anhaltende Ausbeutungsverhältnisse bleiben oft unerwähnt. Welchen Vorteil der Kolonialismus und die kolonialen Infrastrukturen für Bremens Handel mit Kolonialwaren darstellte, wird im folgenden Rundgang durch die Bremer Überseestadt deutlich.
References
Hasche, Lilli / Jensen, Janne: The Colonial Making of Bremen's Port Area, in: Chatterjee, Sukla et. al (ed.): Postcolonial Oceans. Contradictions, Heterogeneities, Knowledges, Materialities, Heidelberg 2023, pp. 219-236.
Hofer, Ralf u.a. (Hrsg.): Bremen - Schlüssel zur Dritten Welt. Kritische Betrachtungen der Handelsbeziehungen einer Stadt, Bremen 1994.
Roder, Hartmut et al (Hrsg.): Bremen. Handelsstadt am Fluß, Bremen 1995.
Stationen
Kolonialer Warenhandel: Das Överseehabenbecken
Hafen- und Wasserbauprojekte: Das Europahafenbecken
Glorifizierung eines Kolonialhändlers
Kolonialer Baumwollhandel: Der Speicher XI
Kolonialer Kaffeehandel: Der Holz- und Fabrikenhafen
Anhaltende Glorifizierung? Straßennamen im Industriehafen und in der Überseestadt
Neue Nachbar*innen