Joseph Ekwe Bilé [1892-1959] – Kamerun | Deutschland
Lebensgeschichten
Robbie Aitken, 2022
Bauingenieur, Kriegsveteran, Sänger, Tänzer, Film- und Theaterschauspieler, antikolonialer und antirassistischer Aktivist, Panafrikanist und Kommunist - der Kameruner Joseph Ekwe Bilé war all das und mehr. Er war zweifelsohne einer der wichtigsten Schwarzen politischen Aktivisten der Weimarer Zeit. Durch sein Engagement innerhalb der transnationalen Netzwerke der Kommunistischen Internationalen und des Panafrikanismus gab er der Schwarzen Community in Deutschland eine politische Stimme. Er arbeitete mit prominenten und einflussreichen Schwarzen Aktivisten wie George Padmore, Tiemoko Garan Kouyaté, James Ford und Jomo Kenyatta zusammen, prangerte öffentlich die Gewalt der europäischen Imperien an und forderte gleiche Rechte für Schwarze Menschen weltweit. Gleichzeitig war er ein begabter Künstler und teilte die Theaterbühne mit Weltstars wie Josephine Baker in Wien und Paul Robeson in Berlin.
Contact:
Robbie Aitken, Sheffield Hallam University, r.aitken(at)shu.ac.uk; @rjma_uk
References:
Hakim Adi: Pan-Africanism and Communism - The Communist International, Africa and the Diaspora, 1919–1939, 2013.
Robbie Aitken und Eve Rosenhaft: Black Germany - The Making and Unmaking of a Diaspora Community, 1884-1960, 2013.
Bebero Lehmann: "Afrodeutsche in der Weimarer Republik", Südlink-Magazin, 2019
Stationen
Familiärer Hintergrund
Ausbildung bei den Baptisten: Josephs Schwester Esther Sike Bilé und seine Kusine Ebumbu Mbenge
Studium in Thüringen
Ausbildung in Deutschland: sein Bruder Robert Bilé
Die Beziehungen der Familie zur Basler Mission
Erster Weltkrieg
Einmischung
„Bei Lück“
Auf Wiens Bühnen
Rassismus am Arbeitsplatz
Gastgeber
Zurück in Berlin
Auf Berlins Bühnen
Panafrikanische Netzwerke
Schulung zum Marxisten
Die First International Conference of Negro Workers
Der Schwarze Kommunist
Studium an der Kommunistischen Universität der Werktätigen des Ostens
Sans Papiers
Rückzug ins Private