Dekoloniale Geschichte[n]

Webbasierte interaktive Weltkarte

Erinnerungsorte in Berlin, in anderen deutschen Städten sowie in Deutschlands ehemaligen Kolonien werden in ihrer transkontinentalen Verflochtenheit kenntlich gemacht. Die Karte bietet eine Dokumentation erinnerungskultureller Initiativen in Berlin, bundesweit und in den ehemaligen Kolonien Deutschlands sowie multimedial aufbereitete Geschichten von:

  • Akteurinnen und Akteuren des Kolonialismus sowie Kolonisierten bzw. deren Nachfahren;
  • Institutionen und Organisationen mit kolonialer Funktion (z.B. Behörden, Unternehmen, Museen, Gesellschaften) aber auch von antikolonialen bzw. antirassistischen Initiativen;
  • Objekten aus kolonialen Kontexten, insbesondere aus deutschen Museen und Universitätssammlungen
  • Erinnerungsorten wie etwa Denkmäler, Gedenktafeln oder Straßennamen, die mit der Glorifizierung von Kolonialismus und Imperialismus ebenso verbunden sein können wie mit Ereignissen und Figuren des Widerstands;
  • Stadtrundgänge mit lokalen Bezügen wie etwa zur Veranstaltung von „Völkerschauen“, die in Hamburg, Berlin oder in Stuttgart stattfanden, oder zum Thema Plantagensklaverei bzw. globaler Sklavenhandel, der beispielsweise in Berlin-Mitte oder in Hamburg eine eigene Rolle spielte.
Gesüdete Projektion der Welt
Gesüdete Projektion der Welt

Viele dieser Aspekte sind im Zuge jahrelanger intensiver Lokalrecherchen von zivilgesellschaftlichen Initiativen aus dem In- und Ausland auf eigenen Internetforen zusammengetragen worden – aus Namibia und Kamerun, aber auch aus Hamburg, Augsburg, Freiburg, Erfurt, München oder Bremen.

Ihrer Bezeichnung als Weltkarte soll das Projekt auch dadurch gerecht werden, dass es jenseits von Afrika auch auf die Geschichte deutscher Kolonien auf anderen Kontinenten verweist – etwa Papua-Neuguinea oder China – und Expertinnen wie Experten dieser jeweiligen Regionalgeschichten gleichermaßen einbindet.

Mangi Meli, ca. 1898
Mangi Meli, ca. 1898
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